Vögel Füttern im Winter

Vögel soll man im Winter füttern. Wer kennt diese Botschaft nicht?! Auch wenn die heutige Forschung herausgefunden hat, dass man mit dem Zufüttern im Winter vor allem die gängigsten Vogelarten unterstützt, die sowieso nicht vom Aussterben bedroht sind, finde ich den Gedanken schön, ein Vogelhaus aufzustellen und Futter bereit zu stellen. Es knüpft daran an, dass wir Sorge tragen für unsere Umwelt und mit den Tieren teilen, was wir essen. Im Vogelhaus sind die Vögel beim Fressen gleich ein wenig vor Wind geschützt und wenn wir es richtig aufstellen auch vor Fressfeinden.

Lied vom Vogelhaus

  • Alter: 3 – 8 Jahre
  • Dauer: 1:10 Min.
  • weltlich
Vögel füttern im Vogelhaus

Konkrete Schritte

erste Stunde

  • auf den Klangbausteinen e, f, g, a, h frei improvisieren / ältere Kinder improvisieren lassen (dadurch wird die nicht gängige, phrygische Tonfolge etabliert)
  • mit Audiation einführen (zu den Geräuschen dürfen gerne passende Bewegungen gemacht werden) – z.B. in folgenden Schritten:
    • Kinder: „sch“-Teppisch – Wind bläst – Ich: singe dazu auf „du“ den Strophenteil
    • Kinder: „Brrr“ (Lippenflattern) halbtaktig – frieren – Ich: singe dazu auf „du“ den Strophenteil
    • Kinder: „pick“ in 4teln – Vogel picken Körner – Ich: singe dazu auf „du“ den Strophenteil
    • Kinder: Augen schließen und lauschen – Ich: singe auf Text (1. Strophe) den Strophenteil
    • gemeinsam Strophe 1 singen
    • über den Text sprechen – warum finden die Vögel nicht zu fressen?
    • gemeinsam Strophe 1 singen
    • ankündigen: die nächste Runde singt ihr ohne meine Hilfe
    • Kinder: Augen schließen und hören
    • Kinder singen allein – 1. Strophe wird beherrscht
  • Besprechen: Was können wir machen, damit es die Tiere im Winter besser haben?
  • Überlegen: Welche Vögel kennt ihr aus dem Garten? – Meise, Spatz, Amsel, Rotkehlchen…
  • Refrain vorsingen
  • Refrain gemeinsam probieren

zweite Stunde

vorbereiten: kleine Schälchen / Teller mit Vogelfutterzutaten füllen: Nüsse, Hirse, Haferflocken, Sesam, Sonnenblumenkerne

  • wieder mit Klangbausteinen beginnen (eventuell Melodie der Strophe andeuten)
  • 1. Strophe und Refrain wiederholen (gerne mit Harmoniebegleitung)
  • Besprechen: Was fressen Vögel – im Sommer, im Winter
  • vorbereitete Vogelfutterbestandteile einzeln besprechen (wenn es zu viele auf einmal sind, kann dieser Schritt auf mehrere Einheiten aufgeteilt werden, sodass jeden Tag 1-2 neue Schälchen hinzu kommen
    • wie nennt man die „Körner“
    • was backt / kocht etc. der Mensch aus den Körnern
    • tasten – wie fühlen sich die unterschiedlichen Körner an
  • 2. Strophe (langsam) vorsingen – die Kinder sortieren die Schälchen in der richtigen Reihenfolge (beim Refrain steigen alle mit ein)
  • in weiteren Etappen kann das Lied vertieft werden

Zu diesem letzten Punkt möchte ich anmerken: Kinder lieben Wiederholung. Scheu‘ also nicht davor zurück, das Lied immer wieder mit neuen Ideen und Impulsen zu singen. Durch Wiederholung prägt sich nicht nur Lied und Thematik ein, sondern unbewusst auch Satzmuster und Strukturen. Außerdem etablieren sich ungewohnte Klangbereiche in den musikalischen Wortschatz der Kinder, wodurch sich ihr musikalischer Horizont nachhaltig erweitert.

Vogelfutter herstellen

Ergänzend lässt sich natürlich wunderschön eigenes Vogelfutter herstellen. Dabei können die „Zutaten“ gleich nochmal für den sicheren Wortschatz wiederholt werden. Eine in Variationen vielfältige, gut funktionierende Anleitung habe ich hier gefunden.

Aber nicht nur für die Vögel sind die Zutaten gesund, auch dem Menschen tun sie gut. Idealerweise lässt sich gemeinsam ein Körnerbrot „Vogelbrot“ backen, in dem sich ein Teil der Zutaten wieder findet.

Tonskala – phrygisch!

Ich habe mich sehr bewusst für die phrygische Skala entschieden. Meiner Meinung nach, kann keine Tonskala die Winterkälte und damit verbundene, oft triste Stimmung so darstellen, wie diese. Für dich klingt die Melodie am Anfang wahrscheinlich befremdlich, die Kinder werden das vermutlich gar nicht so wahrnehmen. Oft sind genau diese Lieder die, die besonders gut gemerkt werden und den Horizont erweitern.
Um das reinkommen zu erleichtern bietet es sich an, das Lied mit Akkorden zu unterstützen.

Mit allen Sinnen – Wortschatz

Je mehr Sinne angesprochen werden, desto besser bleiben Eindrücke im Zusammenhang mit neuem Wortschatz hängen. Außerdem erleben die Kinder das Thema ganzheitlicher. Deshalb möchte ich auch hier nochmal empfehlen, möglichst viele Sinne anzusprechen. z.B.:

  • Sehen: wie unterscheiden sich die Körner äußerlich
  • Tasten: wie fühlen sie sich an
  • Schmecken: probieren, wie schmecken uns die Kerne – muss ich sie vielleicht noch knacken?
  • Hören: Geräuschmemory in alten Filmdosen o.ä.

Weitere weltliche Lieder findest du hier.

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